Start Presse Seifenproduktion 100% Region

Seifenproduktion 100% Region

Mache aus jeder Not eine Tugend. Einer der vielen Leitsprüche die der damalige Regionalmanager Dipl. Ing. Adi Kastner jüngeren Generationen mit auf den Weg gab. Die Not des Erlebnismuseumsvereins Schönbach ist leicht erklärt. 2004 besuchte man die Salone Del Gusto in Turin und vertrat bei der weltgrößten Slow Food Veranstaltung mit „Mohnland Waldviertel“ die viel gepriesene Region. 2 Dinge lernte man gleich am ersten Tag: fahre nie in ein Land vermarkten deren Sprache du nicht perfekt beherrschst, sowie mache eine „Marktstudie“ ob dein Produkt überhaupt ankommt. Zweiteres lernte man relativ rasch. Waren doch die gängigsten Phrasen immer wieder Opium und Haschisch. Nach 5 Tagen fuhr man ernüchternd nach Hause und stellte das restlich Mohnöl in den Museumsshop um es zu eventuell im Laufe der nächsten Saison zu verkaufen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt dennoch kommt es meistens anders als man denkt.

So nahm das Ganze seinen Lauf. 150 Flaschen Mohnöl á 250ml überschritten das Ablaufdatum und wanderten in eine große Truhe. Im Frühjahr 2006 stellte sich die Frage wo ist das Geld von den 150 Flaschen? Nach einer ausführlichen Beichte musste eine Lösung her. Die Google Suchmaschine half. Bei der Eingabe von „Verwertung abgelaufener Speisefette“ kam damals noch als Suchergebnis Seifensieden. Nach eingehenden Studien von dutzenden Seifenseiten belegte der Obmann einen Seifensiederkurs in Wien und entschloss sich im Rahmen des neuen Arbeitsplatzprojektes Kloster-Schul-Werkstätten neben einer Korbmanufaktur auch eine Seifensiederei zu machen. Seit 17. April 2007 werden in der Manufaktur Naturseifern von Hand gerührt, jedoch mit einem großen Unterschied gegenüber anderen Manufakturen in Österreich. Kurzerhand entschloss man sich in Schönbach authentisch zu bleiben und nur Fette und Öle aus der Region zu verwenden. Wachsen doch im Waldviertel bekanntlich keine Kokosnüsse oder Avocados, daher werden diese Öle auch nicht verwendet. 100% Region bedeuteten einen enormen organisatorischen Aufwand. Als Grundlage werden je nach Saison Schaf-, Rinder-, Hirsch- oder Ziegentalg verwendet. Das Waldviertel bietet im Ölpflanzenanbau einer der höchsten Dichten in Österreich. Neben dem bekannten Mohnöl kommen auch Raps-, Mariendistel, Lein-, Leindotter-, Hanf-, Kürbiskern-, Sonnenblumen- und Maiskeimöl zur Anwendung. Zu guter Letzt noch regionale Kräuter und ätherische Öle zur Beduftung. Auf das Färben wird generell verzichtet außer es lässt sich auf natürliche Art und Weise machen wie zum Beispiel mit Bio Kurkuma für orange. Der neueste Schrei ist die Zwettlerbier Hopfenseife wo statt Wasser edler Gerstensaft verwendet wird. Anfangs belächelt produziert man heute am Standort Schönbach jährlich 50.000 Stk. Naturseifen und sichert mit 100% Region 4 Frauenarbeitsplätze. Die Manufakturen sind inzwischen auch ein beliebtes Ausflugsziel für viele Gruppen.

 

Infos: Erlebnismuseumsverein Schönbach
Obmann Franz Höfer
3633 Schönbach 2
M: 0664 / 1 54 64 70
E: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
H: www.handwerk-erleben.at

Öffnungszeiten: 15. März bis 3. November, Mittwoch bis Samstag 9 bis 12 & 13 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 13 bis 17 Uhr, Gruppen gegen Voranmeldung täglich.

 

 



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Ruhetag

Mittwoch bis Samstag

9 - 12 Uhr, 13 - 17 Uhr

Sonn- und Feiertag

13 - 17 Uhr

2. Juli bis 2. September (Sommerferien) durchgehend geöffnet - kein Ruhetag.

Führungen gegen Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten für Gruppen jederzeit möglich

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Kontakt

Erlebnismuseumsverein Schönbach 
3633 Schönbach 2

Obmann Franz Höfer
0664/15 46 470
franz.hoefer@wvnet.at

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